
Hast du dich jemals gefragt, warum unser Kalender so chaotisch wirkt? Monate mit 28, 30 oder 31 Tagen, schwankende Wochenzahlen und ungleichmäßige Feiertage, die jedes Jahr auf andere Wochentage fallen. Das alles nehmen wir als „normal“ hin – doch ist es das wirklich? Was wäre, wenn diese künstliche Struktur nicht nur für Verwirrung sorgt, sondern uns gezielt von einem natürlichen Lebensrhythmus abkoppelt?
Lass uns tiefer eintauchen: Zwei alternative Kalendersysteme – der International Fixed Calendar (IFC) und der sogenannte Schildkrötenkalender – zeigen, dass Zeit viel harmonischer und im Einklang mit der Natur organisiert werden könnte. Doch warum leben wir stattdessen mit einem System, das uns von den Zyklen der Erde, der Sonne und des Mondes trennt?
Der moderne Kalender: Ein System der Trennung
Unser derzeitiger Gregorianischer Kalender ist kein neutrales Instrument. Er wurde von der katholischen Kirche eingeführt, um die Zeitmessung zu zentralisieren und religiöse Feiertage zu vereinheitlichen. Doch dabei geriet eines in den Hintergrund: die natürliche Harmonie. Die 12 Monate und die unregelmäßigen Tageszahlen spiegeln weder die Zyklen der Erde noch die des Mondes wider.
Ein Jahr besteht eigentlich aus 13 Mondzyklen, von denen jeder etwa 28 Tage umfasst – ein Muster, das wir auch in der Natur wiederfinden:
- Der Menstruationszyklus vieler Frauen folgt genau diesem Rhythmus.
- Die Gezeiten (angeblich) und das Verhalten vieler Tiere richten sich nach den Mondphasen.
- Selbst Schildkröten tragen diesen natürlichen Kalender in sich – ihr Panzer hat 13 größere und 28 kleinere Segmente, die die Mondmonate und -tage symbolisieren.
Doch statt uns an diese Rhythmen anzupassen, wurde ein System geschaffen, das uns Menschen aus dieser Harmonie reißt. Es ist fast, als ob wir bewusst von den natürlichen Zyklen entfremdet werden, um unsere Verbindung zur Natur zu schwächen.
Alternative Kalendersysteme: Die Rückkehr zur Harmonie
Der International Fixed Calendar (IFC)
Der IFC ist eine moderne, logische Alternative, die versucht, Ordnung und Übersichtlichkeit zu schaffen. Mit 13 Monaten à 28 Tagen bietet er eine einheitliche Struktur: Jeder Monat beginnt mit einem Montag und endet mit einem Sonntag. Das bedeutet, dass Feiertage immer auf denselben Wochentag fallen – ein Traum für Planungen im Beruf oder in der Schule!
Der IFC fügt einen zusätzlichen „Neujahrstag“ hinzu, der zu keinem Monat gehört. In Schaltjahren kommt ein weiterer Tag dazu, der stets am 29. Juni eingefügt wird.
Vorteile:
- Konsistenz in der Wochen- und Monatsstruktur.
- Vereinfachung von Berechnungen für Wirtschaft, Bildung und Behörden.
- Einheitlichkeit weltweit.
Doch was dem IFC fehlt, ist die Verbindung zur Natur. Hier kommt der Schildkrötenkalender ins Spiel.

Der Schildkrötenkalender und indigene Weisheiten
Viele indigene Kulturen orientieren sich seit Jahrtausenden an einem 13-Monats-Kalender. Der Grund ist einfach: Er basiert auf den natürlichen Zyklen von Mond und Sonne. Die Verbindung zur Schildkröte ist dabei mehr als nur symbolisch: Ihr Panzer, der 13 große und 28 kleine Segmente aufweist, wird als Abbild eines „natürlichen Kalenders“ gesehen.
Indigene Völker wie die Maya oder nordamerikanische Stämme erkannten, dass die Zeitmessung nicht nur der Organisation dient, sondern auch ein spiritueller Anker ist. Die Zyklen von Mond und Erde sind nicht einfach nur Zahlen – sie beeinflussen unseren Körper, unsere Emotionen und sogar unsere Beziehungen.
Der Schildkrötenkalender erinnert uns daran, dass Zeit nicht linear, sondern zyklisch ist. Alles ist miteinander verbunden: Menschen, Tiere, Pflanzen und der Kosmos.

Monatsnamen: Ein Spiegel der Geschichte und ein Potenzial für Harmonie
Hast du dich jemals gefragt, warum unsere heutigen Monatsnamen nicht zu ihrer tatsächlichen Position im Kalender passen? Der September ist der neunte Monat, doch sein Name bedeutet „sieben“. Der Oktober, November und Dezember sind genauso verschoben. Dieses Durcheinander ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als das Jahr noch mit dem März begann – und zeigt uns, wie unser Kalender im Laufe der Jahrhunderte künstlich angepasst wurde.
Ein 13-Monats-Kalender könnte nicht nur die Struktur der Zeit harmonisieren, sondern auch den Monatsnamen ihre logische Bedeutung zurückgeben – oder sogar erweitern. Historisch basierten die Namen auf lateinischen Zahlen oder mythologischen Figuren:
- Der März (Martius) wurde nach Mars, dem Kriegsgott, benannt und markierte ursprünglich den Jahresbeginn.
- Der April (Aprilis) könnte sich von „aperire“ ableiten, da die Natur in dieser Zeit erblüht.
- Quintilis und Sextilis, später in Juli und August umbenannt, waren einfach der 5. und 6. Monat.
Eine Einführung eines 13. Monats könnte nicht nur die Verwirrung aufheben, sondern auch eine Hommage an die Natur und den Kosmos sein – z. B. durch den Namen Solarius, inspiriert von der Sonne (sol), die unsere Zeitrechnung überhaupt erst möglich macht.
Was uns davon abhält, den Wandel zu wagen
Warum nutzen wir nicht längst ein besseres System? Die Antwort ist komplex und lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Macht.
Unser derzeitiger Kalender wurde in einer Zeit entwickelt, in der Kontrolle über die Zeit gleichbedeutend mit Kontrolle über die Menschen war. Durch die Abkehr von natürlichen Rhythmen wurde es leichter, Arbeitszeiten zu diktieren, religiöse Feiertage festzulegen und eine zentralisierte Kontrolle über das Leben der Menschen auszuüben.
Ein natürlicher Kalender – sei es der IFC oder der Schildkrötenkalender – würde nicht nur unser Leben vereinfachen, sondern auch unser Bewusstsein verändern. Es wäre eine Rückkehr zur Natur, ein Schritt hin zu einem ganzheitlicheren Lebensstil. Doch genau das scheint nicht gewollt zu sein.

Ein natürlicher Neustart: Warum das Jahr zur Tag- und Nachtgleiche beginnen sollte
Hast du dich je gefragt, warum unser Jahr mitten im kalten Winter beginnt – einer Zeit, in der die Natur ruht und alles kahl und leblos wirkt? Wäre es nicht viel sinnvoller, das Jahr dann beginnen zu lassen, wenn auch die Natur ihren Neubeginn feiert?
Die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche, oft als Frühlingsanfang bezeichnet, markiert den Moment, an dem Tag und Nacht gleich lang sind und die Tage danach länger werden als die Nächte. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um einen neuen Zyklus zu starten.
Die Natur macht es uns vor: Die Pflanzen beginnen zu sprießen, die Tiere erwachen aus dem Winterschlaf, und das Leben kehrt in all seiner Fülle zurück. Warum sollte nicht auch der Mensch diesen Moment als wahren Neuanfang nutzen?
Das Analemma: Ein Beweis für die natürliche Ordnung
Das Analemma, eine Schleifenform, die die Position der Sonne zu einer festen Uhrzeit über ein Jahr hinweg zeigt, unterstreicht diese Logik. Es zeigt uns die Bewegungen der Sonne und weist auf ihre zentrale Rolle in der Zeitmessung hin. Die Tag- und Nachtgleichen sowie die Sonnenwenden markieren dabei wichtige Eckpunkte im Jahr, die uns helfen, Zeit auf natürliche Weise zu verstehen.
Wenn das Jahr zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche beginnen würde, stünde dies in völliger Harmonie mit dem Lauf der Natur. Es wäre der Moment, an dem das Licht triumphiert, das Leben erwacht und der Mensch sich erneuern kann – ganz im Einklang mit seiner Umwelt.

Dein erster Schritt
Denk darüber nach: Wie könntest du dein Leben mehr nach den Rhythmen der Natur ausrichten? Was würde sich verändern, wenn wir alle in Harmonie mit den natürlichen Zyklen leben würden?
Besuche www.erdkundetotal.de, um mehr über diese und andere spannende Themen zu erfahren. Lass uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir Zeit anders begreifen können – natürlicher, bewusster, und vielleicht auch ein bisschen freier.
#erdkundetotal #natürlicherhythmus #zeitfürveränderung
Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Unsere Welt steckt voller Rätsel – und es gibt noch so viel mehr zu entdecken, als man uns erzählt. Auf ERDKUNDE total findest du weitere spannende Artikel, die dich zum Nachdenken anregen.
Du bist nicht allein! Auch andere stellen sich diese Fragen – triff Gleichgesinnte bei unseren Veranstaltungen, tausche dich aus und entdecke neue Perspektiven.
➡ Mehr erfahren: Hier zu unseren Veranstaltungen
Bleib wachsam und hinterfrage alles! #erdkundetotal



